Evolution in der Praxis anhand des Beispiels von Giraffen

Gepostet von am Feb 15, 2013 In Nachrichten | Keine Kommentare

Evolution in der Praxis anhand des Beispiels von Giraffen

Giraffen haben lange Hälse, was ihnen im Alltag deutliche Vorteile beschert. So erreichen sie beispielsweise höhergelegene Nahrung besser als andere Tiere und haben Feinde in der Steppe stets im Blick. Da sie mit ihren langen Hälsen auch hochgelegene Blätter erreichen können, haben sie die Möglichkeit vielfältigere Nahrungsquellen zu nutzen. Giraffen mit kürzeren Hälsen, die Feinde nicht bereits auf großer Distanz erkennen können, geraten deutlich häufiger in gefährliche und kraftraubende Auseinandersetzungen. Somit haben Giraffen mit langen Hälsen bessere Überlebenschancen und können ihren Alltag insgesamt besser bestreiten. Dies hat zur Folge, dass deutlich mehr Giraffen mit längeren Hälsen das fortpflanzungsfähige Alter erreichen. Doch wie kam es genau dazu, dass Giraffen dieses Merkmal ausgebildet haben?

Giraffen

Es gibt drei gängige Theorien, die beschreiben, wie die Giraffe einen langen Hals bekommen hat. Die Erste ist unkonventionell unwissenschaftlich und geht davon aus, dass eine höhere Macht der Giraffe all ihre Eigenschaften verliehen hat. Aus dem Blickwinkel der Evolution gibt es zwei Theorien: die von Lamarck und die von Darwin. Lamarck war der Meinung, dass Giraffen ihre Hälse so lang gestreckt haben, bis sie diese Eigenschaft erworben haben. Die schwer zu erreichende Nahrung war also der Antrieb. Wenn sich die Giraffen vermehrt haben, gaben sie die erworbenen Eigenschaften weiter und die nächste Generation entwickelte sich erneut weiter. Am weitesten verbreitet ist die Evolutionstheorie Darwins. Dieser beschrieb, dass Notwendigkeit und Zufall beziehungsweise Selektion und Mutation für die Entwicklung der Giraffe verantwortlich seien. (Siehe auch: Die Evolutionstheorie)

In der Praxis bedeutet dies, dass eine Giraffe zwei Kinder bekommt, wobei das Muttertier einen mittellangen Hals hat. Eines der Nachkommen hat einen kurzen Hals, ein anderes einen längeren. Hierbei hat der Zufall mit eingespielt, das heißt, durch Mutation wurde ein Tier bevor- und eines benachteiligt. Das Junge mit kürzerem Hals verhungert, da es die Blätter der Bäume nicht erreichen kann, das ist die Selektion. Der Nachkomme mit einem längeren Hals ist wohlgenährt und pflanzt sich ebenfalls fort. Es entstehen erneut zwei Nachkommen, eines mit einem kürzeren Hals als der der Mutter und eines mit einem deutlich längeren. Erneut verhungert das benachteiligte Tier und kann sich nicht fortpflanzen. Die langhalsige Giraffe gibt ihre Gene weiter und zeugt erneut zwei Kinder. Der Ablauf folgt weiterhin diesem Schema. Nicht immer stirbt das Tier mit dem kürzeren Hals zwingend, da es trotzdem gewisse Vorteile für sich entdecken kann und durch bestimmte Umstände überleben kann. Tendenziell hat die Giraffe mit einem langen Hals aber deutlich bessere Vorteile und kann sich durchsetzen. Über Tausende Generationen summieren sich diese Eigenschaften und der lange Hals setzt sich durch.

Die Abbildung veranschaulicht die Entwicklung der Giraffen betreffend Mutation und Selektion. Man kann ein Fotobuch erstellen, um derartige Abläufe zu verdeutlichen oder generell Tierbilder um Illustrationen zu vereinen. Man kann beispielsweise auch im Internet ein Fotobuch erstellen und die Bilder auswählen, an denen man interessiert ist.

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