Die Evolutionstheorie

darwinDie verschiedenen, teils voneinander abweichenden Theorien der Evolution stellen in ihren gemeinsam übereinstimmenden Aussagen fest, dass sich jedes Lebewesen im Zuge eines langsamen und sich über Jahrmillionen hindurchziehenden Prozesses stetig weiterentwickelt. Dies betrifft sowohl Tiere, Pflanzen als auch Menschen, aber ebenso auch Pilze und Kleinstlebewesen wie Bakterien. Das heißt, dass kein lebender Organismus auf Dauer konstant bleibt und sich fortwährend verändert, auch wenn es nach menschlichen Maßstäben über eine so lange Zeit geschieht, dass es für den Menschen kaum wahrnehmbar ist. Der Evolutionstheorie nach sind alle heute existierenden und bereits ausgestorbenen Organismen das Resultat dieses Ergebnisses. Die Vielfalt an Arten soll sich im Zuge der Evolution aus nur einer kleinen Ur-Zelle entwickelt haben und somit ein- und denselben Ursprung haben. Das Leben soll sich dabei zunächst im Wasser entwickelt haben und ging im Laufe der Millionen von Jahren andauernden stammesgeschichtlichen Entwicklung irgendwann auch ans Land über, um sich auch dort weiterzuentwickeln und zu vermehren. Durch Mutationssprünge und die Anpassung an gegebene Umstände in der Umwelt entstand so die große Vielfalt der Arten, wie wir sie heute kennen.

Die Tatsache, dass die ausgestorbenen Dinosaurier, die in großer Vielfalt vorhandenen Tier- und Pflanzenarten und nicht zuletzt auch der Mensch selbst, aus demselben Zellorganismus entstanden sein sollen, hört sich für viele zunächst etwas abenteuerlich an. Allem voran, da es dem Menschen, dessen Leben im Vergleich zum Alter des Planeten oder des Universums nur einen winzigen Augenblick lang dauert, kaum möglich ist, in derart großen Zeitvorstellungen zu denken. Dennoch deuten alle, durch die Wissenschaft hervorgebrachten Hinweise darauf hin, dass die Evolutionstheorie richtig ist. Auch zahlreiche Versuche die Evolutionstheorie zu widerlegen, sind bislang immer wieder an den offensichtlichen Beweisen, die allesamt auf wissenschaftlichen Fakten beruhen, gescheitert.

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Die ersten Ideen zur Evolution gab es bereits vor 2600 Jahren. Sie wurden zur damaligen Zeit allem voran durch den griechischen Philosophen Anaximander geprägt. Anaximander war der Auffassung, dass der Ursprung der Menschheit bei Amphibien zu finden sei und die ersten Menschen von fischähnlichen Wesen hervorgingen. Im 18. Jahrhundert wandte man sich diesen Ideen erneut vermehrt zu und stellte eine Reihe verschiedener Theorien dazu auf. Die ersten konkreten Theorien zur Evolution traten anschließend 1809 mit Jean-Baptiste Lamarck (Lamarckismus) und 1858 mit Alfred Russel Wallace und Charles Darwin (Darwinismus) auf. Die heute am weitesten verbreitete und anerkannteste Theorie zur Evolution ist die von Charles Darwin und seines wissenschaftlichen Buches „On the Origin of Species“, zu Deutsch „Über die Entstehung der Arten“. (Siehe auch: Die Darwinfinken auf Galapagos)

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