Die Darwinfinken auf Galapagos

Gepostet von am Dez 21, 2012 In Nachrichten | Keine Kommentare

Die Darwinfinken auf Galapagos

Die Darwinfinken sind eine besondere Singvogelgruppe, die lediglich auf den Galapagos-Inseln vorkommen. Lediglich eine Art, der Kokosfink, lebt auf den Kokos-Inseln. Die Gruppe der Darwinfinken beinhaltet insgesamt 14 Arten. Diese sind sehr eng verwandt und stammen von nur einem gemeinsamen Vorfahren ab. Finkenähnliche Singvögel, die zu den sogenannten Tangaren zählen, sind ihre nächsten Verwandten und nicht wie zunächst naheliegend die Finken.

Darwinfinken weisen eine Größe von etwa 20 cm auf und unterscheiden sich untereinander vor allem durch die Ernährungs- und Lebensweisen sowie unterschiedlichen Schnabelformen. Auch die Gesänge unterscheiden sich teilweise.

Da die Galapagos-Inseln vulkanischen Ursprungs sind, wurden sie erst nach und nach besiedelt. Die ersten Finken kamen durch Stürme auf die Insel und eine Gründerpopulation war der Ursprung der Spezies. Eventuell waren auch andere Ursachen der Grund. Es wäre auch möglich, dass lediglich ein trächtiges Weibchen auf die Insel geriet. Die Darwinfinken sahen sich mit keiner Opponenz oder Konkurrenz konfrontiert und konnten sich somit fortpflanzen und verbreiten. Es gab genügend Nahrung und Zeit für die Brutpflege, sodass die Finken die besten Bedingungen hatten. Dies hatte zur Folge, dass eine Überbevölkerung entstand, was die intraspezifische Konkurrenz und den Selektionsdruck erhöhte. Dies hatte eine geografische Separation zur Folge, sodass sich die Finken auf weiteren Inseln des Archipels ansiedelten. Die entwickelten sich auseinander und später kamen einige weiterentwickelte Arten zurück auf die Hautpinsel und lebten mit der Ursprungsart zusammen. Durch Isolationsmechanismen konnten sich die Finkenarten untereinander nicht fortpflanzen. Dieser Vorgang wiederholte sich, sodass am Ende 14 Finkenarten entstanden. Die Auffächerung der Arten wird als adaptive Radiation bezeichnet. Dieser Vorgang des Artbildungsprozesses ist beispielhaft für die Evolution und ihre Artenbildung.

Charles Darwin reiste mit der H.M.S Beagle im Jahr 1835 auf die Galápagos-Inseln und schoss einige Finken, die er John Gould mitbrachte. Dieser empfand die Entwicklung der Finken als wissenschaftlich relevant und setzte sich mit der Entwicklung der Finken auseinander. Leider hatte Darwin den einzelnen Tieren keinen Fundort zugeordnet, was die Arbeit erschwerte. Entgegen der weitläufigen Meinung waren die Darwinfinken nicht der Schlüssel zu seiner Evolutionstheorie. In der ersten Ausgabe von „Über die Entstehung der Arten“ fanden die Finken nicht einmal Erwähnung. Mittlerweile weiß man, dass die Hood-Spottdrosseln deutlich wichtiger für Darwins Erkenntnisse waren. Diese Tiere hielt er selbst für so relevant, dass er den genauen Fundort der Spottdrosseln festhielt. Er hatte bereits auf dem südamerikanischen Festland ähnliche Spottdrosseln gesehen, die gleichzeitig frappierende Ähnlichkeiten aufwiesen. Trotzdem gilt die Entwicklung der Darwinfinken heute als exemplarisch für den evolutionären Artenbildungsprozess.

 

Die Darwinfinken sind somit noch heute das tierische Sinnbild für eine wissenschaftliche Sichtweise der Entstehung der Artenvielfalt. Somit sind auch Poster der Finken sehr beliebt. Man kann sich ein Bild dieser schönen Vögel aussuchen und ein Poster drucken lassen. Um ein solches Poster drucken zu lassen, kann man verschiedene Onlinedruckereien aufsuchen. (Siehe auch: Die Evolutionstheorie)

Weitere Informationen:
www.eduvinet.de