Die anglikanische Kirche und ihre Position zu Darwin

Gepostet von am Jan 12, 2013 In Nachrichten | Keine Kommentare

Die anglikanische Kirche und ihre Position zu Darwin

Die englische Kirche stellt sich gegen den Kreationismus und wird damit nicht allen Bischöfen gerecht. Charles Darwin wurde während seiner Lebenszeit die Ehre nicht zuteil eine Entschuldigung seiner Gegner hören zu dürfen. Vor einiger Zeit hat sich die englische Kirche allerdings bei dem längst verstorbenen Evolutionstheoretiker entschuldigt. Die englische Kirche betonte hierbei, dass sie Darwin schlichtweg falsch verstanden hat. Reverend Malcolm Brown hat in der offiziellen Erklärung der englischen Kirche mit Galileo, der im 17. Jahrhundert ebenfalls von der Kirche angeklagt wurde, eine Entschuldigung ausgesprochen. Brown hat darüber hinaus den „anti-evolutionären Eifer“ der katholischen Kirche zugegeben. Allerdings, so stellt er fest, hat sich Gott nicht nur in der Heiligen Schrift, sondern auch in der Wissenschaft gezeigt. Der Ur-Ur-Enkel Charles Darwin, Andrew Darwin, erkannte die Entschuldigung der englischen Kirche nicht an. Er bezeichnete die Entschuldung als Signal innerhalb des Machtkampfes der Kirchenführung. Hinzu kommt, dass afrikanische und amerikanische Bischöfe der anglikanischen Kirche sich gegen die liberalen Äußerungen und die Amtsführung stellen. Ihnen gefällt zumeist nicht, dass die englische Kirche sich nun öffentlich gegen den Kreationismus stellt. Kreationisten nehmen die Heilige Schrift wörtlich und lassen keinen Freiraum für wissenschaftliche Interpretationen. Die Evolution und der Urknall werden von Kreationisten somit strikt abgelehnt. Auch in der anglikanischen Kirche gibt es viele Vertreter dieser Ansichten.

Viele Anhänger der anglikanischen Kirche haben für sich einen Mittelweg gefunden. Zumeist wird zumindest gefordert, dass Kreationismus als Weltanschauung in den Schulen gelehrt wird. Gegner sind allerdings nur wenig davon begeistert, da diese zumeist als gefährlich und unwissenschaftlich geltende Weltanschauung in deren Augen nicht in die Köpfe junger Menschen gelangen sollte. Dabei zeigen Studien, dass derart radikale Ansichten in den meisten Fällen Erziehungssache sind. (Siehe auch: Glauben und Wissen – Der Vatikan und die Evolutionstheorie)

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