Der Kreationismus als direkter Kontrahent der Evolutionstheorie

Gepostet von am Feb 4, 2013 In Nachrichten | Keine Kommentare

Der Kreationismus als direkter Kontrahent der Evolutionstheorie

Heute vertreten viele Menschen, die einer Weltreligion wie beispielsweise dem Christentum, dem Islam oder dem Judentum zugewandt sind, die Ansicht, dass ihr Glaube mit der Evolutionstheorie vereinbar sei. Die Schöpfung durch einen einzigen Gott stünde demnach nicht im Widerspruch zu Darwins wissenschaftlichen Ausführungen über die Entstehung der Arten. Dennoch gibt es auch viele gläubige Menschen, die die Schöpfungslehre ihrer Religion nicht im Einklang mit Darwin sehen können und diese somit verneinen. Der Evolutionstheorie wird hierbei die Unanfechtbarkeit der Schöpfungslehre (auch Kreationismus genannt) gegenübergestellt. Verbreitet ist der Kreationismus vor allem unter den evangelikalen Christen in den USA.

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Für Vertreter des Kreationismus oder dem Kreationismus ähnlichen Ansichtsweisen steht die Evolutionstheorie im Widerspruch zu religiösen Schriften, wie beispielsweise der Bibel. Der Theorie, dass sich alles Leben über Jahrmillionen aus einzelnen Zellen entwickelt haben soll, wird die Lehre der Schöpfung vorangestellt, in der Gott allein für die Schöpfung jedes einzelnen Lebewesens verantwortlich ist. Ferner bestreitet der Kreationismus auch die wissenschaftlichen Beweise durch die Paläontologie, Geologie und Archäologie. So soll es den Kreationisten nach weder Lebewesen im vergangenen Erdzeitalter (beispielsweise Dinosaurier) gegeben haben, noch kann die Erde älter als 6000 Jahre alt sein, wie es von Archäologen und Geologen behauptet wird. Anders als im naturwissenschaftlichen Bereich verzichten Anhänger des Kreationismus vollständig auf das Belegen ihrer Theorien mit fundierten Beweisen. Stattdessen beruft man sich einzig und allein auf die religiösen Schriften und die darin getroffenen Aussagen und sieht diese als den einzig richtigen Beweis an. Vertretern des Kreationismus genügt diese Beweislage meist völlig, da die religiösen Schriften von Gott selbst oder durch die Worte Gottes entstanden sind und deshalb allgegenwärtig gültig sind.

Dennoch ist auch unter Vertretern konservativer und orthodoxer Glaubensrichtungen in der vergangenen Zeit immer mehr der Trend zu beobachten, die theologischen Ansätze der Religion mit den Fakten der Wissenschaft in Einklang zu bringen. So gab der mittlerweile verstorbene Papst Johannes Paul II. als Oberhaupt der katholischen Kirche und des Vatikans im Jahre 1996 bekannt, dass der Vatikan die Evolutionstheorie anerkennen würde und sie mit dem Glauben vereinbar sei. Was bedeutet, dass die Evolutionstheorie mit dem Glauben der katholischen Kirche nicht länger im Widerspruch stehen würde. (Siehe auch: Glauben und Wissen)

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